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Bürger-Energiegenossenschaft Lage

Für die BELa: Wie viel Wind und Sonne braucht Lage?

Bürger-Energiegenossenschaft Lage

Eine Bürgerenergiegenossenschaft braucht zwei Antworten: Wie viel Strom wird künftig gebraucht, und wo kann er erzeugt werden? Für die BELa haben wir beides berechnet und die Ergebnisse der Lagenser Kommunalpolitik vorgestellt.

Windenergieanlagen hinter einem Feld (Symbolbild).
Windenergieanlagen hinter einem Feld (Symbolbild).

Die Aufgabe

Lage will bis 2035 klimaneutral werden. Die Bürger-Energiegenossenschaft Lage (BELa eG) will dazu Wind- und Solarprojekte vor Ort umsetzen. Sie wollte wissen, wie Lage sein Klimaziel insgesamt erreichen kann, nicht nur mit Windenergie. Auftraggeberin ist die BELa, nicht die Stadt. Wir haben die Studie erarbeitet und im Ausschuss vorgestellt.

Ergebnis und Stand

  • 05.10.2026: Leon Trippel stellt die Studie im Ausschuss für Klimaschutz und Umwelt der Stadt Lage öffentlich vor.
  • Kernergebnis: 42 Hektar Freiflächen-Photovoltaik und vier zusätzliche Windanlagen könnten rechnerisch 71 Prozent des künftigen Stromverbrauchs decken.
  • Lokaler Umsatz: rund 34 Millionen Euro im Jahr aus dem Stromverkauf dieser Anlagen.

Noch offen: Der Ausschuss hat die Studie zur Kenntnis genommen, beschlossen wurde dazu nichts. Über Investitionen entscheidet die BELa.

So sind wir vorgegangen

  • Dezember 2025: Auftrag für Geodatenanalyse, Bedarfsanalyse und Präsentation in der Politik.
  • Februar bis Juli 2026: Bedarfsanalyse. Grundlage sind die summierten Strom- und Erdgasverbräuche aus dem Netz. Dazu kommt der Verkehr. Daraus haben wir den Strombedarf für 2035 und 2045 berechnet, wenn Heizung und Verkehr elektrisch laufen.
  • April und Mai 2026: Flächen für Wind- und Solarparks, geprüft auf Raumplanung, Schutzgebiete, Netz und Wirtschaftlichkeit.

Viel Geld fließt ab

Lage gibt pro Jahr rund 66 Millionen Euro für Energie von außerhalb aus, darunter 17 Millionen für Gas und 20 Millionen für Strom. Rund 82.000 Megawattstunden Strom werden verbraucht, 23.000 davon in Lage erzeugt. Langfristig steigt der Stromverbrauch etwa auf das 2,8-Fache. Der gesamte Energieverbrauch sinkt dagegen um rund 46 Prozent, weil Wärmepumpen und Elektroautos effizienter sind.

Vier Szenarien im Vergleich

„Deckung“ heißt hier: der Anteil des Verbrauchs, der zeitgleich aus Anlagen in Lage kommt. Strom, der zur falschen Zeit entsteht, zählt nicht mit.

  • Trend: mehr Dach-PV, zwei weitere Windanlagen, Heimspeicher: rund 43 Prozent.
  • Nur Photovoltaik: 93 Hektar Freifläche: 59 Prozent.
  • Nur Wind: sieben zusätzliche Anlagen: rund 73 Prozent.
  • Kombination: 42 Hektar PV und vier Windanlagen: rund 71 Prozent.

Die Kombination erreicht fast so viel wie „nur Wind“, braucht aber vier statt sieben neue Windanlagen und weniger als die Hälfte der Solarfläche.

„Der wahre Vorteil entsteht durch die Kombination. Wenn die Sonne nicht scheint, liefern die Windanlagen Strom.“ Leon Trippel, ansvar2030, Lippische Landes-Zeitung, 11.10.2026

Die 34 Millionen Euro Umsatz sind keine Einnahmen der Stadtkasse. Wie viel davon in Lage bleibt, hängt davon ab, wer sich beteiligt. BELa-Vorstand Andreas Schmuck sagte dazu: „Und wir als BeLa entscheiden dann, wo wir investieren.“ (Lippische Landes-Zeitung, 11.10.2026)

Quellen und mehr dazu

Es ist eine umfangreiche Analyse, die für die Politik eine Entscheidungshilfe bieten soll.

Lippische Landes-Zeitung, 11.10.2026, über die Studie von ansvar2030

Kategorie

Bürgerenergie

Fields of action

Bürgerenergie • Strombedarf 2035/2045 • Geodatenanalyse Wind und PV • Szenarien • Information der Kommunalpolitik

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